Am Beispiel unseres aktuellen Basisrouters, des TP-Link TL-WR841N, wird im Folgenden beschrieben, wie Du aus einem fabrikneuen einen Freifunkrouter machst. Wir gehen davon aus, daß Du das Gerät zwar schon ausgepackt, aber niemals vorher eingeschaltet hattest.

Firmware austauschen

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Das LAN-Kabel muß aktuell in einem der GELBEN Ports stecken.
Du solltest den fabrikneuen TP-Link nun vor Dir liegen haben, zusammen mit dem mitgelieferten Netzwerkkabel und dem Netzteil.

Schließe den Router mit dem Netzteil an eine Steckdose an. Anschließend verbindest Du den Router mit einem LAN-Kabel, z. B. dem mitgelieferten, mit Deinem Netzwerk (also z. B. Deiner Fritz!Box) über eine der gelben Buchsen der TP-Link.

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Schritte, um den neuen Router zu erreichen (um ihn zu flashen).
Jetzt kommt der trickreiche Teil: Dein Rechner muß sich im selben (IP-) Netz wie der neue Router befinden, und jener hört auf 192.168.0.1.

Unter Linux o. ä. ist das relativ simpel, die aktuelle benutzte Schnittstelle bekommt einen Aliaseintrag für 192.168.0.254 und kann danach auf die initiale IP des TP-Link, 192.168.0.1, zugreifen.
Falls Du Dir das alleine nicht zutraust, können wir Dir sicherlich Hilfestellung geben, entweder per Mail an unsere Support-Adresse, oder Du kommst zu einem unserer Treffen.

Firmware runterladen und installieren

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Immer vor dem Flashen sich vergewissern, daß man die richtige Hardware in den Fingern hat!
Wir unterstützten aktuell verschiedene Routermodelle. Zunächst musst Du prüfen, welche Firmware Du benötigst. Wichtig ist der Router-Typ und die Hardware-Version. Beide Informationen findest Du auf der Rückseite Deines Geräts (siehe Bild).

Die entsprechende Firmware findest Du dann unter firmware.4830.org.

Du findest dort für jedes Gerät zwei Versionen, eine für die Erstinstallation (»Factory«) und eine für die Aktualisierung (»sysupgrade«) einer ältereren FFGT-Firmware auf eine neuere. Installierst Du die Freifunk-Firmware zum ersten mal, dann lade die Firmware für die Erstinstallation herunter.

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Defaultlogin: admin/admin
Wenn Du jetzt den TP-Link-Router einschaltest und nach kurzer Zeit die Adresse http://192.168.0.1 in Deinem Browser aufrufst — solltest Du Dich erinnern, daß das PW, genau wie der User, »admin« lautet, denn genau diese Infos will Dein TP-Link als nächste von Dir wissen.

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»System Tools« → »Firmware Upgrade«; bitte dringend darauf achten, daß das passende Image, d. h. für das konkrete Modell und die konkrete HW-Version, benutzt wird!
Wähle auf der neuen Seite im linken Menü den Eintrag »System Tools« und anschließend »Firmware Upgrade«. Über die Schaltfläche ›Browse‹ kannst Du nun die Firmware auswählen, die Du eben heruntergeladen hast. Dein Hauptfenster der TP-Link-Oberfläche sollte nun in etwa wie nebestehend aussehen.

Nachdem Du bestätigt hast, dass die Firmware installiert werden soll, startet der Prozess. Trenne ab jetzt auf keinen Fall die Stromversorgung des Routers. Sonst schlägt die Installation fehl; schlimmstenfalls wird Dein TP-Link zum extravaganten Briefbeschwerer.

Automatischer Reboot

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Der TP-Link rebootet nun — in die Freifunk-Gütersloh-Firmware!
Nachdem die Firmware fertig eingespielt ist, startet der Router neu. Dass der Router neu startet, erkennst Du auch am Blinken der Lämpchen an Deinem Router. Zuerst blinken alle Lämpchen wild, dann gehen sie aus.

Wenn danach das Lämpchen mit dem Zahnrad gemütlich vor sich hin blinkt, ist der Router im sogenannten Config-Mode der Freifunk-Firmware angekommen.

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Keine Panik! Nach der Installation der FFGT-Firmware bekommt der Knoten neue IP-Adressen zugewiesen ;)
Jetzt ist der Router nicht mehr unter der alten, vorübergehenden Adresse erreichbar und eine Fehlermeldung erscheint im Browser. Das ist gut so. Denn nun läuft nicht mehr die orginale TP-Link-Firmware, sondern die neue, tolle Freifunk-Firmware auf deinem Router.

Und das Beste daran ist: DAS war der schwierigste Teil der Operation ;) Die Konfiguration der aktuellen Freifunk-Gütersloh-Firmware versucht, im normalen Endkundenhaushalt möglichst gut sich einzufügen — mehr dazu im zweiten Teil. Damit alles glatt geht, bitte an dieser Stelle den Freifunk-Knoten mit seinem »WAN«-Interface – »blaue Buchse« bei den meisten TP-Link-Geräten – an den lokalen Internetrouter anschließen — die »gelben« Buchsen haben vorerst ausgedient!

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