Anläßlich der Veranstaltungsreihe „Lesestadt Gütersloh“ erreichte uns Mitte Oktober eine Anfrage der Stadtbibliothek Gütersloh GmbH …
Es ist eher kein Geheimnis, daß wir Gütersloher Freifunker den Berliner Platz, oder auch »HVP«, gerne beschallen würden. Allein, es fehlen uns noch Mitstreiter eben an besagter Stelle.
HVP Berliner Platz am Start, und während man z. T. bis auf Höhe des Berliner Platzes Freifunk Gütersloh so nutzen kann — jenseits der Sichtlinie die Berliner Straße hoch geht leider nichts.
Gut, mit »Funkverlängerung« werden wir ggf. aufgrund des Faktors Zeit nix, das war relativ zeitig klar — aber für den geplanten Einsatzzweck – Präsentation der »owl eAusleihe« – war jetzt auch nicht mit Terabytes an Daten zu rechnen. Kurzum wurde als Plan B folgendes Setup auserkoren: USB-LTE-Stick an Fritz!Box – diese simuliert den »Internet-Uplink« – sowie normaler Freifunk-Knoten (841N) per Kabel an der Fritz!Box.
Und während hinter den Kulissen versucht wurde, doch irgendwie Berliner-Platz-Anwohner für den 02.11.14 als Uplink-Spender zu gewinnen, ging parallel die Vorbereitung für »Plan B« weiter.
Nun ist es wirklich nicht schwer, in einer LTE-versorgten Innenstadt irgendwo Internet bereitzustellen; warum das jetzt an einer Bürgerinitiative hängenbleibt, ich verstehe es nicht. Zumal auch jeweils ein Vodafone- und ein e+-Laden am Berliner Platz sind, und der T-Punkt (oder wie heißen die Dinger grade?) auch nur ums Eck. WLAN-Kabel haben ja den enormen Vorteil, daß man sie nicht erst verbuddeln muß …
Aber, ja, irgendwo war natürlich auch der Ehrgeiz da — die Stadtbibliothek hätte mit Einmalkosten von unter 500,– sich das nötige Equipment (ein für alle Mal) kaufen können, ein Anbieter hätte, vermute ich, zumindest ein paar hundert Euro von der Stadtbibliothek bekommen können (Anschlußgebühr, Monatsvertrag).
Der Zugang ins Telekom-Netz wurde indirekt von der Telekom gesponsort, und ja, die Datenraten können sich durchaus sehen lassen: Fritz!Box mit USB-Stick wurde in einem Karton in einer Ecke des Pavillons versteckt, der Freifunk-Knoten ebenso. Alles andere als optimale Aufbauten, und dennoch flossen gut 5 MBit/sec im Downstream und gut 3 MBit/sec im Upstream durch den Freifunk-Knoten (der bei ca. 9 MBit/sec sowieso sein technisches Limit erreicht).
Alles in allem haben wir ca. 1,2 GByte an dem Tag (und während der Vorbereitung) durchs Netz genudelt — das ist durchaus moderat.
Feststellbar ist auch, daß an den Folgetagen weniger Clients gezählt wurden — die fehlende Möglichkeit, auf dem Berliner Platz Freifunk zu nutzen, kann nun erstmals mit Zahlen hinterfüttert werden …